U18 - Saisonende

Die U18 findet im dritten Playoff-Viertelfinalspiel gegen den SHC Grenchen überhaut nicht zu ihrem Spiel. Sie muss mit 1:8 ihr höchste Saisonniederlage hinnehmen und scheidet aus den Playoffs aus.

Wir waren nicht komplett. Das war Grenchen auch nicht. Auf diesem asphaltierten
Kartoffelacker kann man nicht Hockey spielen. Nun, Grenchen konnte es. Wenn wir gegen
die Rebells nur ein Tor mehr erzielt hätten… Ein interessantes Gedankenspiel, aber haben
wir nicht. Wenn wir unsere Chancen verwerte hätten… Haben wir nicht einmal ansatzweise.
Nun, mögliche Ausreden für das Ausscheiden am Jurasüdfuss gäbe es viele. Aber keine der
Ausreden greift. Die Tatsache ist, die Skorpione waren am Sonntagvormittag in der
Uhrenstadt die klar schwächere Mannschaft. Aber von vorne:

Waren die ersten beiden Spiele bei frühlingshaften Bedingungen ausgetragen worden, so
schlug der Winter vor dem dritten entscheidenden Spiel noch einmal zu, hoffentlich das letzte
Mal. Das Abschlusstraining am Donnerstag fiel dem starken Schneeregen zum Opfer, mehr
als etwas im Schneematch rumrutschen wäre nicht möglich gewesen.
Am Sonntagmorgen früh, eine Stunde Schlaf war der Zeitumstellung zum Opfer gefallen,
nahmen die Gürbetaler den Weg an den Jurasüdfuss erneut unter die Räder. Es fehlten Levy
und Zoe Greven, Moritz Schär, Marco Grossenbacher und Joshua Jordi. Nun, da das
Spielfeld in Grenchen kaum schnelle Passstafetten zulässt, wogen die Absenzen nicht so
schwer, wie dies auf dem heimischen Kunststoff der Fall gewesen wäre. Zumal auch die
Solothurner nicht komplett antreten konnten. Stammtorhüter Nik Röthlisberger war
abwesend. Er wurde jedoch vom knapp 13jährigen Cyrill Affolter, dem ein Riesenspiel
gelang, in jeder Hinsicht würdig vertreten.

Die Gürbetaler waren optimistisch, sich für die Halbfinals zu qualifizieren. Sie scheinen bereit
und motiviert. Bloss, die Platzherren waren, wie sich herausstellen sollte, bereiter und
motivierter. Folglich ging der erste Shift der Gürbetaler gründlich daneben. Die Solothurner
setzten sich in der Zone der Berner fest. Diese reagierten träg, die Zuteilung stimmte
überhaupt nicht. Sie wurden regelrecht ausgekugelt. Nach 18 Sekunden traf Yannis
Christener auf Zuspiel von Janis Gaschen und Silvan Arn zum 1:0. Ok, diesen Treffer hätte
man noch als Betriebsunfall abhaken können. Die Gürbetaler waren nun auf jeden Fall wach
und kamen besser ins Spiel. Als Arn in der vierten Spielminute auf der Strafbank
platznehmen musste, bot sich den Gästen die Möglichkeit zum Ausgleich. Die erste Phase
des Überzahlspiels sah vielversprechend aus. Die Berner setzten sich in der Zone fest. Aber
zu wirklich gefährlichen Abschlüssen kamen sie nicht. Je länger die Überzahl dauerte, desto
nervöser wurden die Belper. Grenchen gelang es vermehrt, sich aus der Umklammerung zu
lösen. Schliesslich war die grosse Chance, die Partie auszugleichen vorbei. Die Platzherren
erhielten durch die überstandene Unterzahl einen neuen Motivationsschub, während die
Gäste weiter in der Defensive zu passiv agierten und ihre Mühe mit den aufsässig
spielenden Solothurnern hatten. Die Folge war das 2:0 durch Arn auf Zuspiel von Gaschen
und Christener in der 7. Spielminute. In der 8. Süpielminute musste Joey Kreienbühl die
Strafbank aufsuchen. Das Überzahlspiel der Grenchner war, wie dasjenige der Belper ein
paar Minuten davor, harmlos. Auf dem engen, schwer zu spielenden Platz am Jurasüdfuss
liegt der Vorteil bei der Box, sofern sie einigermassen gut organisiert ist. In den restlichen
Minuten des Startabschnitts fielen keine weiteren Tore mehr. Die Platzherren waren zwar
leicht überlegen, die Gäste kamen aber zu einigen ausgezeichneten Torchancen. Sie
scheiterten jedoch immer wieder an Affolter oder waren aus welchen Gründen auch immer,
nicht in der Lage, den Ball am ausgespielten Schlussmann vorbei über die Linie zu drücken.
0:2 nach 15 Minuten, das war zwar eine Hypothek, aber noch kein Weltuntergang.

Für das zweite Drittel stellten die Berner die Linien etwas um. Der Erfolg blieb aus. Es waren
lediglich 34 Sekunden gespielt, als die Grenchner die Belper Hintermannschaft wieder
ausspielten. Christener bezwang Luca Schmid auf Zuspiele von Gaschen und Arn zum 3:0.
Die drei gleichen Spieler erhöhten in der 20. Spielminute auf 4:0. Torschütze war dieses Mal
Gaschen auf Zuspiele von Christener und Arn. Den Belpern schwammen langsam die Felle
davon und es machte sich eine Spur von Resignation breit. Die Stimmungslage wurde nicht
besser als Gaschen, für einmal solo, in der 28. Spielminute auf 5:0 erhöhte. Die Belper
hatten auch in diesem Drittel ihre Torchancen, scheiterten aber an Affolter oder schossen aus
unerklärlichen Gründen – oder hatte es vielleicht doch etwas mit dem Belag zu tun – am
offenen Tor vorbei. Am Ende des Drittels ein kleiner Lichtblick, Christer musste eine Sekunde
vor Drittelsende die Strafbank aufsuchen. Die Berner würden also das dritte Drittel in
Überzahl beginnen können.

Nach 30 Spielminuten hatte Torhüter Schmid genug und räumte seinen Platz für Luan
Freiburghaus. Die Gürbetaler ballten nur ihre gesamte Offensivkraft in einer Linie. Die erste
Minute des Überzahlspiels der Skorpione war nicht schlecht. Die Grenchner wurden
eingeschnürt. Die Abschlüsse erfolgten jedoch überhastet. Dann nahm das Schicksal
unbarmherzig seinen Lauf. In der 32. Spielminute eroberte Gaschen den Ball, lief auf
Freiburghaus zu und bezwang ihn aus recht spitzem Winkel zum 6:0. Die Belper kämpften
verbissen weiter, konnten aber offensiv weiterhin nichts bewegen. Micha Steck und Ruben
Rüegsegger hatten beide in diesem Spiel mehrere 100% Torchancen, die sie im Normalfall
blind verwerten würden, aber an diesem Sonntag brachten sie den Ball einfach nicht über die
Torlinie der Wale. Ganz anders die Uhrenstädter. In der 34. Spielminute erhöhte Livio
Grüning auf Zuspiel von Leonie Affolter auf 7:0. In der 38. Spielminute schlug das an diesem
Sonntag überragende Trio Christener, Gaschen und Arn – in dieser Reihenfolge – ein letztes
Mal zum 8:0 zu. In der 40. Spielminute konnten die Gürbetaler immerhin das «Zunull»
verhindern. Im Powerplay traf Rüegsegger auf Zuspiele von Micha und Levi Steck. Gut für
die Gäste, schade um den Shutout für Cyrill Affolter, denn der wäre verdient gewesen.

Am Ende gewann der SHC Grenchen die Partie verdient mit 8:1. Keiner der Belper Spieler
fand an diesem kalten Sonntagvormittag auch nur annähernd zu seiner normalen Form. Es
war gründlich der Wurm drin, von den beiden Torhütern bis hin zu den Stürmern. Die
Solothurner konnten im entscheidenden Spiel ihre volle Leistung abrufen, die Berner konnten
es nicht. Es soll keine Entschuldigung sein, aber mit umgekehrtem Heimrecht hätten wohl
die Skorpione obsiegt. Wie auch immer, an dieser Stelle herzliche Gratulation an die U18
des SHC Grenchen, die Qualifikation für die Halbfinals ist alles in allem verdient.

Für die Gürbetaler geht eine Saison zu Ende, von der sich die Skorpione mehr erhofft hatten.
Alles in allem war es eine enge Sache, vier Mannschaften innerhalb von drei Punkten. Es
hätte anders laufen können. Aber, wenn es einen roten Faden gibt, den man praktisch durch
alle wichtigen Spiele der Skorpione verfolgen kann, dann denjenigen, dass sie insbesondere
auswärts oft nicht über die volle Spielzeit ihre Leistung erbrachten. Häufig fehlt die
Konzentration im Startabschnitt, was immer wieder zu unnötigen Rückständen führte, die
dann meist nicht wett gemacht werden konnten. So fehlte dann am Ende ein Punkt für das
Heimrecht im Viertelfinal.

Der Mannschaft steht ein grosser Umbruch bevor. Nicht weniger als sechs Spieler verlassen
die U18 altersmässig auf die nächste Saison: Luca Schmid, Tim Kaiser, Niklas Bosshard,
Jon Bucher, Levy Greven und Tobias Zoss. Alle sechs haben das Talent in der kommenden
Saison die Belper Farben entweder in der NLA oder in der Challenge League zu vertreten.
Aus der U15 stossen noch mehr Spielerinnen und Spieler hinzu, viele davon haben in dieser
Saison schon Spiele in der U18 bestritten: Leandro Krebs, Tim Bosshard, Marco
Grossenbacher, Gian Moser, Severin Reinmann, Lino Weiss und Adina Weiss. Levi Steck
und Joshua Jordi haben noch einer weitere U15 Saison vor sich, werden aber auch nächste
Saison regelmässig in der U15 zum Einsatz kommen. Es wird eine herausfordernde Saison,
denn mit so vielen Zu- und Abgängen wird sich die Teamstruktur vollkommen ändern.
Immerhin am ende der Saison 2026/27 wird lediglich ein Spieler die U18 verlassen, der
nächstjährige Captain Micha Steck.

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Auch bei den Zuschauern wird es zum Umbruch kommen. Viele regelmässige
Zuschauerinnen und Zuschauer werden in der kommenden Saison vermehrt NLA oder
Challenge League Spiele verfolgen. Besten Dank für die Unterstützung an der Bande und
die unzähligen Fahrdienste. Ich denke, ab der nächsten Saison werden andere
Zuschauerinnen und Zuschauer hinzukommen, so dass es hier zumindest Anzahlmässig
keinen grossen Umbruch gibt.

Die U18 trainiert vorläufig einmal pro Woche weiter, jeweils am Dienstag von 19:00 bis 20:30,
ausgenommen am 7. April, da findet das Training aufgrund des Abschlusstrainings von 18:45
bis 20:00 statt. Die U18 Trainings sind offen für alle U15 Spielerinnen und Spieler, aber auch
für Spielerinnen und Spieler im Alter von 13 bis 16 Jahren, die einmal unverbindlich
Streethockey spielen möchten.
Christoph Curchod, 01.04.2026

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