U18 - Niederlage und Sieg zum Playoff-Auftakt gegen Grenchen
Nach einer 2:4 Niederlage in Grenchen schlagen die Skorpione die Wale zuhause mit 7:2 und erzwingen eine dritte Partie in den Viertelfinals.
Am vergangenen Wochenende bestritten die Junioren des SHC Belpa 1107 die beiden
ersten Playoff-Partien gegen den SHC Grenchen. Am frühen Samstagvormittag nahmen die
Berner die Reise an den Jurasüdfuss unter die Räder. Das Kader war alles andere als
komplett. Torhüter Luan Freibughauskonnte nicht mitfahren, da er am Nachmittag mit dem
Fanionteam die erste Playoff-Partie in Zug gegen die Rebells bestritt, die standard NLATorhüter
der Gürbetaler werden im Moment von der Verletzungshexe geplagt. Verletzt fehlten
Lino Weiss und Joshua Jordi. Die Oberstufe Belp war in den Tagen vor dieser Partie im
Skilager gewesen. Und wie es in Skilagern nun mal so ist, nach dem Lager sind alle ziemlich
erschöpft. Deshalb fehlten Marco Grossenbacher und Severin Reinmann. Drei weitere
Skilagerteilnehmer, Joey Kreienbühl, Levi Steck und Tim Bosshard waren zwar dabei, hatten
aber auch schon einen fitteren Eindruck gemacht. Immerhin, die Befürchtungen des Autors,
dass er die drei vor Spielbeginn in der Garderobe aufwecken müsste, bewahrheiteten sich
nicht. Schliesslich fehlt auch noch Zoe Greven.
Die Belper agierten auf dem nicht sonderlich beliebten Asphaltplatz in Grenchen vorerst mit
zwei Linien. Die Gäste hatten ihre liebe Mühe damit, dass Bälle aufgrund der Unebenheiten
des Terrains immer wieder versprangen und Pässe, die sonst beinahe im Schlaf ankommen
zu oft im Nirwana endeten. Fairerweise muss hier eingeräumt werden, dass auch die
Platzherren das eine oder andere Mal an der in die Jahre gekommenen Infrastruktur
scheiterten. Insgesamt hatten die Belper im Startabschnitt mehr vom Spiel. Sie tauchten
öfters gefährlich vor Nik Röthlisberger im Tor der Solothurner auf, konnten diesen aber
vorerst nie bezwingen. Das lag zu einem guten Teil an Röthlisberger, aber nicht nur. Die
Grenchner konnten einige schnelle, im Ansatz gefährliche Gegenstösse unternehmen. Auch
wenn die Belper Hintermannschaft diese durch rasches Zurückeilen zu verhindern wusste,
war doch ansatzweise zu erkennen, dass die Gürbetaler Defensive möglicherweise nicht
ihren besten Tag eingezogen hatte. Das erste Drittel wäre beinahe torlos geblieben. Doch
acht Sekunden vor dem Ende kamen die Gäste doch noch zu ihrem ersten Treffer. Der war
jedoch nicht schön herausgespielt, sondern eher ein Zufallsprodukt. Micha Steck spielte
einen Pass in Richtung Levy Greven. Der Ball versprang, gleichzeitig stiess ein Grenchner
Verteidiger Levy Greven in den Torraum. Dort trafen sich dann zufällige Grevens Schuh und
der Ball. Letzterer sprang zum 1:0 für die Belper ins Tor. Mit diesem Vorsprung, der durchaus
um einen oder zwei Treffer hätte höher ausfallen können, gingen die Berner in die Pause.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts bot sich den Gästen die Möglichkeit in Überzahl zu
agieren. Das Powerplay der Gürbetaler basiert darauf, mit einigen schnellen Pässen einem
Schützen an der blauen Linie einen Direktschuss zu ermöglichen. Die örtlichen
Gegebenheiten für eine solche Taktik sind in Grenchen etwas suboptimal. Folglich blieben
die Belper in dieser Überzahl und in allen weiteren Überzahlgelegenheiten in dieser Partie
erfolglos. In der 23. Spielminute musste Joey Kreienbühl auf der Strafbank Platz nehmen.
Auch das Überzahlspiel der Platzherren schien zuerst harmlos. Aber in der 24. Spielminute
brachte Nico Spirig den Ball an Luca Schmid im Belper Tor vorbei ins Netz. Beim
darauffolgenden Anspiel wurde die Abwehr der Gürbetaler auf dem falschen Fuss erwischt.
Janis Gaschen und Yannis Christener konnte kaum gestört durch die Belper
Hintermannschaft durchmarschieren und die Platzherren nur sieben Sekunden nach dem
Ausgleich mit 2:1 in Führung bringen. Im Mittelabschnitt fielen keine weiteren Treffer mehr.
Die Wale waren im Mittelabschnitt insgesamt die etwas aktivere Mannschaft und brachten
die Skorpione öfters in Schwierigkeiten als in den ersten 15 Spielminuten. Für das
Schlussdrittel war aber natürlich als offen.
Eine Unachtsamkeit in der Belper Hintermannschaft ermöglichte es Janis Gaschen in der 32.
Spielminute Luca Schmid zum 3:1 zu bezwingen. In der 36. Spielminute musste Tobias Zoss
auf der Strafbank Platz nehmen. Die Chance für die Solothurner, die Führung auszubauen.
Und sie nutzen sie. Nach nur sechs Sekunden Powerplay traf Sven Lanz auf Zuspiel von
Slivan Arn zum 4:1. Nur eine Minute später spielte ein Belper einen Pass durch die eigene
Wechselzone, während dem ein Wechsel in Gang war. Die Folge war eine kleine Bankstrafe
gegen die Gäste. Damit hatten die Wale die Möglichkeit, die Partie zu entscheiden. Sie
nutzen sie nicht. Im Gegenteil, Levy Greven und Micha Steck verteidigten aggressiv und
eroberten den Ball. Micha Steck konnte auf Nik Röthlisberger ziehen und in der 39.
Spielminute mittels Shorthander auf 2:4 verkürzen. War es das Spielfeld, waren es die
Nachwehen des Skilagers, war es eine gewisse Unkonzentriertheit oder war es das
geschickte Spiel der Platzherren? Wie auch immer, die Gürbetaler waren nicht in der Lage,
einen weiteren Treffer zu erzielen. Die erste Playoff-Partie endete mit einem nicht
unverdienten 4:2 Sieg für die Wale.
Bereits am Sonntagvormittag standen sich Wale und Skorpione erneut gegenüber. Severin
Reinmann verstärkte das Kader der Gürbetaler, die alle fit und ausgeschlafen schienen,
gegenüber dem Vortag. Auf dem Plastikbelag entwickelte sich ein anderes Spiel als am
Vortag, ein schnelleres mit präzisen Pässen. Wie am Vortag agierte die Abwehr der
Gürbetaler zuweilen einen Tick zu unkonzentriert, was sich aber - nicht zuletzt dank Luca
Schmid im Tor der Platzherren – nicht als besonders grosse Hypothek erwies. Auf Plastik
funktionierte die Belper Präzisionsmaschine wieder. Levy Greven löste aus der eigenen Zone
auf Micha Steck an der gegnerischen blauen Linie aus, Micha Steck öffnete die Zone und
legte den Ball auf den vorstossenden Levy Greven. Dieser zog auf Nik Röthlisberger,
umspielte ihn und schob den Ball in der 3. Spielminute zum 1:0 ins Tor. Der Ball blieb nicht
hängen und versprang nicht, sondern nahm genau den Weg, den er sollte. Beim folgenden
Anspiel zeigte sich jedoch, dass die Annahme, alle Gürbetaler seien fit und ausgeschlafen so
niecht stimmte. Micha Steck gewann das Anspiel und legte den Ball wie gewohnt schnell
nach hinten. Bloss zu schnell für den Belper Verteidiger. Dieser konnte die Kugel nicht
kontrollieren und verlor sie an den vorstossenden Yannis Christener, der Luca Schmid zum
1:1 bezwang. Seit der Belper Führung waren lediglich fünf Sekunden von der Uhr getickt.
Nun, dieser Gegentreffer hatte einen positiven Effekt, alle Skorpione waren nun hellwach,
wirklich alle. Und das war keine Nachricht für die Wale, denn die Gürbetaler erhöhten nun
den Druck. Angriffswelle um Angriffswelle brandete gegen die Solothurner Hintermannschaft.
In der fünften Spielminute liess Nik Röthlisberger einen Schuss von Niklas Bosshard von der
blauen Linie lediglich abprallen, Levy Greven setzte nach und traf zum 2:1. Eine Minute
später setzten die Berner die Solothurner unter Druck. Ein Spielaufbauversuch landete auf
dem Stock von Joey Kreienbühl. Dieser passte aus Ruben Rüegsegger, der den Ball sofort
zu Moritz Schär weiterleite. Der legte den Ball auf den Stock des nacheilenden Joey
Kreienbühl. Dieser rannte mit dem Ball am Netz vorbei und legt ihn zurück auf die zweite
Welle – in Form von Ruben Rüegsegger – und schon stand es 3:1. Wieder nur eine Minute
später fing Nikals Bosshard einen Grenchner Vorstoss der Bande entlang ab, legte den Ball
auf Levy Greven, der die Zone öffnete und den mitlaufenden Tim Kaiser einsetze, der Nick
Röthlisberger umlief und zum 4:1 einschob. Wieder ein wunderschön herausgespielter
Treffer, etwas, was am kommenden Sonntag bei der dritten Partie in Grenchen nicht so
einfach sein dürfte. Mit dieser Führung gaben sich die Berner zufrieden und schalteten einen
Gang zurück. Die Gäste fanden langsam ins Spiel zurück.
Zu Beginn des Mittelabschnitts waren die Belper unkonzentriert und zu offensiv orientiert.
Während der ersten drei Spielminuten gelang den Gästen nach einer Berner Druckphase
schneller Gegenstoss, wobei jeweils ein Spieler mehr oder weniger ungestört auf Luca
Schmid ziehen konnte. Zweimal blieb der Belper Schlussmann Sieger, dann, in der 18.
Spielminute bezwang in Yannis Christener zum 2:4. In den folgenden Minuten waren die
Gäste näher am Anschlusstreffer als die Platzherren am fünften Tor. Gegen Ende der 18.
Spielminute musste Levy Greven auf der Strafbank Platz nehmen, die Gelegenheit für die
Wale, den dritten Treffer zu verbuchen. Doch die Box der Skorpione hielt. In der 24.
Spielminute muss Silvan Arn die Strafbank aufsuchen. Nun, auf dem gewohnten blauen
Plastik, lief das Powerplay der Gürbetaler, so wie es sollte. Micha Steck und Levy Greven
spielten einige schnelle Pässe, Levy Greven zog ab, der Ball flog an den Pfosten und prallte
zurück. Levi Steck reagierte am schnellsten und erzielte das 5:2. Gegen Ende des
Mittelabschnitts setzten sich die Solothurner in der Zone der Platzherren fest. Diese wirkten
seltsam passiv und brachten den Ball nicht weg. Der überaus wichtige dritte Treffer gelang
den Gästen indes nicht.
Zu Beginn des Schlussabschnitts brachten sich die Gürbetaler gleich selbst in
Schwierigkeiten, zuerst Tim Kaiser und dann Micha Steck wurden für je zwei Minuten in die
Kühlbox geschickt. Doch das Powerplay der Solothurner blieb erneut ohne Torerfolg. Als die
Skorpione wieder komplett waren, suchten sie sichtbar die Entscheidung. Es war wiederum
die zweite Linie, die für den Treffer verantwortlich zeichnete. Moritz Schär eroberte den Ball
in der Bandenrundung und passte hinter dem Tor hindurch aus Ruben Rüegsgger. Dieser
zog etwas weiter und passte auf Levi Steck, der sich unentdeckt in den Slot gemogelt hatte.
Gleich drei Grenchner Spieler griffen ihn nun an, konnten aber nicht verhindern, dass er den
Ball auf Moritz Schär weiterspielte, der inzwischen ungedeckt auf der «Back-Door-Position»
stand und den Ball bloss noch Backhand über die Linie schieben musste. 6:2 nach 37
Spielminuten, das war die Vorentscheidung. Die Wale waren jedoch noch nicht bereit, sich
geschlagen zu geben. In der 39. Spielminute ersetzte der Coach der Wale seinen Torhüter
durch einen weiteren Feldspieler. Die Skorpione blieben konzentriert, standen tief und
liessen sich nicht zu unüberlegten Angriffen auf die ballführenden Grenchner locken. Diese
blieben zwar meist in Ballbesitz, kamen aber kaum zu nennenswerten Torchancen. In der 42.
Spielminute fiel die endgültige Entscheidung. Jon Bucher eroberte den Ball und befreite
diesen über die rote Linie. Der Grenchner Spieler versuchte mit einem langen Pass, sofort
wieder die Zone der Gürbetaler zu öffnen. Dies gelang zwar, aber der Ball prallte seitwärts ab
und rollt quer zur blauen Linie. Levy Greven reagierte sofort, schnappte sich den Ball und lief
in die Zone der Wale. Dort legte er den Ball auf den mitlaufenden Micha Steck, der ihn zum
7:2 ins leere Tor einschoss. Bei diesem Resultat blieb es.
Am kommenden Sonntagvormittag kommt es um 10:30 zum entscheidenden dritten Spiel in
Grenchen. Es wird wieder ein ganz anderes Spiel, Passstafetten und Kombinationen wird
man weniger sehen, dafür mehr unberechenbare Bälle und Nachgestocher. Den Skorpionen
fehlen zudem Levy Greven und Moritz Schär, keine leichte Hypothek.
ersten Playoff-Partien gegen den SHC Grenchen. Am frühen Samstagvormittag nahmen die
Berner die Reise an den Jurasüdfuss unter die Räder. Das Kader war alles andere als
komplett. Torhüter Luan Freibughauskonnte nicht mitfahren, da er am Nachmittag mit dem
Fanionteam die erste Playoff-Partie in Zug gegen die Rebells bestritt, die standard NLATorhüter
der Gürbetaler werden im Moment von der Verletzungshexe geplagt. Verletzt fehlten
Lino Weiss und Joshua Jordi. Die Oberstufe Belp war in den Tagen vor dieser Partie im
Skilager gewesen. Und wie es in Skilagern nun mal so ist, nach dem Lager sind alle ziemlich
erschöpft. Deshalb fehlten Marco Grossenbacher und Severin Reinmann. Drei weitere
Skilagerteilnehmer, Joey Kreienbühl, Levi Steck und Tim Bosshard waren zwar dabei, hatten
aber auch schon einen fitteren Eindruck gemacht. Immerhin, die Befürchtungen des Autors,
dass er die drei vor Spielbeginn in der Garderobe aufwecken müsste, bewahrheiteten sich
nicht. Schliesslich fehlt auch noch Zoe Greven.
Die Belper agierten auf dem nicht sonderlich beliebten Asphaltplatz in Grenchen vorerst mit
zwei Linien. Die Gäste hatten ihre liebe Mühe damit, dass Bälle aufgrund der Unebenheiten
des Terrains immer wieder versprangen und Pässe, die sonst beinahe im Schlaf ankommen
zu oft im Nirwana endeten. Fairerweise muss hier eingeräumt werden, dass auch die
Platzherren das eine oder andere Mal an der in die Jahre gekommenen Infrastruktur
scheiterten. Insgesamt hatten die Belper im Startabschnitt mehr vom Spiel. Sie tauchten
öfters gefährlich vor Nik Röthlisberger im Tor der Solothurner auf, konnten diesen aber
vorerst nie bezwingen. Das lag zu einem guten Teil an Röthlisberger, aber nicht nur. Die
Grenchner konnten einige schnelle, im Ansatz gefährliche Gegenstösse unternehmen. Auch
wenn die Belper Hintermannschaft diese durch rasches Zurückeilen zu verhindern wusste,
war doch ansatzweise zu erkennen, dass die Gürbetaler Defensive möglicherweise nicht
ihren besten Tag eingezogen hatte. Das erste Drittel wäre beinahe torlos geblieben. Doch
acht Sekunden vor dem Ende kamen die Gäste doch noch zu ihrem ersten Treffer. Der war
jedoch nicht schön herausgespielt, sondern eher ein Zufallsprodukt. Micha Steck spielte
einen Pass in Richtung Levy Greven. Der Ball versprang, gleichzeitig stiess ein Grenchner
Verteidiger Levy Greven in den Torraum. Dort trafen sich dann zufällige Grevens Schuh und
der Ball. Letzterer sprang zum 1:0 für die Belper ins Tor. Mit diesem Vorsprung, der durchaus
um einen oder zwei Treffer hätte höher ausfallen können, gingen die Berner in die Pause.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts bot sich den Gästen die Möglichkeit in Überzahl zu
agieren. Das Powerplay der Gürbetaler basiert darauf, mit einigen schnellen Pässen einem
Schützen an der blauen Linie einen Direktschuss zu ermöglichen. Die örtlichen
Gegebenheiten für eine solche Taktik sind in Grenchen etwas suboptimal. Folglich blieben
die Belper in dieser Überzahl und in allen weiteren Überzahlgelegenheiten in dieser Partie
erfolglos. In der 23. Spielminute musste Joey Kreienbühl auf der Strafbank Platz nehmen.
Auch das Überzahlspiel der Platzherren schien zuerst harmlos. Aber in der 24. Spielminute
brachte Nico Spirig den Ball an Luca Schmid im Belper Tor vorbei ins Netz. Beim
darauffolgenden Anspiel wurde die Abwehr der Gürbetaler auf dem falschen Fuss erwischt.
Janis Gaschen und Yannis Christener konnte kaum gestört durch die Belper
Hintermannschaft durchmarschieren und die Platzherren nur sieben Sekunden nach dem
Ausgleich mit 2:1 in Führung bringen. Im Mittelabschnitt fielen keine weiteren Treffer mehr.
Die Wale waren im Mittelabschnitt insgesamt die etwas aktivere Mannschaft und brachten
die Skorpione öfters in Schwierigkeiten als in den ersten 15 Spielminuten. Für das
Schlussdrittel war aber natürlich als offen.
Eine Unachtsamkeit in der Belper Hintermannschaft ermöglichte es Janis Gaschen in der 32.
Spielminute Luca Schmid zum 3:1 zu bezwingen. In der 36. Spielminute musste Tobias Zoss
auf der Strafbank Platz nehmen. Die Chance für die Solothurner, die Führung auszubauen.
Und sie nutzen sie. Nach nur sechs Sekunden Powerplay traf Sven Lanz auf Zuspiel von
Slivan Arn zum 4:1. Nur eine Minute später spielte ein Belper einen Pass durch die eigene
Wechselzone, während dem ein Wechsel in Gang war. Die Folge war eine kleine Bankstrafe
gegen die Gäste. Damit hatten die Wale die Möglichkeit, die Partie zu entscheiden. Sie
nutzen sie nicht. Im Gegenteil, Levy Greven und Micha Steck verteidigten aggressiv und
eroberten den Ball. Micha Steck konnte auf Nik Röthlisberger ziehen und in der 39.
Spielminute mittels Shorthander auf 2:4 verkürzen. War es das Spielfeld, waren es die
Nachwehen des Skilagers, war es eine gewisse Unkonzentriertheit oder war es das
geschickte Spiel der Platzherren? Wie auch immer, die Gürbetaler waren nicht in der Lage,
einen weiteren Treffer zu erzielen. Die erste Playoff-Partie endete mit einem nicht
unverdienten 4:2 Sieg für die Wale.
Bereits am Sonntagvormittag standen sich Wale und Skorpione erneut gegenüber. Severin
Reinmann verstärkte das Kader der Gürbetaler, die alle fit und ausgeschlafen schienen,
gegenüber dem Vortag. Auf dem Plastikbelag entwickelte sich ein anderes Spiel als am
Vortag, ein schnelleres mit präzisen Pässen. Wie am Vortag agierte die Abwehr der
Gürbetaler zuweilen einen Tick zu unkonzentriert, was sich aber - nicht zuletzt dank Luca
Schmid im Tor der Platzherren – nicht als besonders grosse Hypothek erwies. Auf Plastik
funktionierte die Belper Präzisionsmaschine wieder. Levy Greven löste aus der eigenen Zone
auf Micha Steck an der gegnerischen blauen Linie aus, Micha Steck öffnete die Zone und
legte den Ball auf den vorstossenden Levy Greven. Dieser zog auf Nik Röthlisberger,
umspielte ihn und schob den Ball in der 3. Spielminute zum 1:0 ins Tor. Der Ball blieb nicht
hängen und versprang nicht, sondern nahm genau den Weg, den er sollte. Beim folgenden
Anspiel zeigte sich jedoch, dass die Annahme, alle Gürbetaler seien fit und ausgeschlafen so
niecht stimmte. Micha Steck gewann das Anspiel und legte den Ball wie gewohnt schnell
nach hinten. Bloss zu schnell für den Belper Verteidiger. Dieser konnte die Kugel nicht
kontrollieren und verlor sie an den vorstossenden Yannis Christener, der Luca Schmid zum
1:1 bezwang. Seit der Belper Führung waren lediglich fünf Sekunden von der Uhr getickt.
Nun, dieser Gegentreffer hatte einen positiven Effekt, alle Skorpione waren nun hellwach,
wirklich alle. Und das war keine Nachricht für die Wale, denn die Gürbetaler erhöhten nun
den Druck. Angriffswelle um Angriffswelle brandete gegen die Solothurner Hintermannschaft.
In der fünften Spielminute liess Nik Röthlisberger einen Schuss von Niklas Bosshard von der
blauen Linie lediglich abprallen, Levy Greven setzte nach und traf zum 2:1. Eine Minute
später setzten die Berner die Solothurner unter Druck. Ein Spielaufbauversuch landete auf
dem Stock von Joey Kreienbühl. Dieser passte aus Ruben Rüegsegger, der den Ball sofort
zu Moritz Schär weiterleite. Der legte den Ball auf den Stock des nacheilenden Joey
Kreienbühl. Dieser rannte mit dem Ball am Netz vorbei und legt ihn zurück auf die zweite
Welle – in Form von Ruben Rüegsegger – und schon stand es 3:1. Wieder nur eine Minute
später fing Nikals Bosshard einen Grenchner Vorstoss der Bande entlang ab, legte den Ball
auf Levy Greven, der die Zone öffnete und den mitlaufenden Tim Kaiser einsetze, der Nick
Röthlisberger umlief und zum 4:1 einschob. Wieder ein wunderschön herausgespielter
Treffer, etwas, was am kommenden Sonntag bei der dritten Partie in Grenchen nicht so
einfach sein dürfte. Mit dieser Führung gaben sich die Berner zufrieden und schalteten einen
Gang zurück. Die Gäste fanden langsam ins Spiel zurück.
Zu Beginn des Mittelabschnitts waren die Belper unkonzentriert und zu offensiv orientiert.
Während der ersten drei Spielminuten gelang den Gästen nach einer Berner Druckphase
schneller Gegenstoss, wobei jeweils ein Spieler mehr oder weniger ungestört auf Luca
Schmid ziehen konnte. Zweimal blieb der Belper Schlussmann Sieger, dann, in der 18.
Spielminute bezwang in Yannis Christener zum 2:4. In den folgenden Minuten waren die
Gäste näher am Anschlusstreffer als die Platzherren am fünften Tor. Gegen Ende der 18.
Spielminute musste Levy Greven auf der Strafbank Platz nehmen, die Gelegenheit für die
Wale, den dritten Treffer zu verbuchen. Doch die Box der Skorpione hielt. In der 24.
Spielminute muss Silvan Arn die Strafbank aufsuchen. Nun, auf dem gewohnten blauen
Plastik, lief das Powerplay der Gürbetaler, so wie es sollte. Micha Steck und Levy Greven
spielten einige schnelle Pässe, Levy Greven zog ab, der Ball flog an den Pfosten und prallte
zurück. Levi Steck reagierte am schnellsten und erzielte das 5:2. Gegen Ende des
Mittelabschnitts setzten sich die Solothurner in der Zone der Platzherren fest. Diese wirkten
seltsam passiv und brachten den Ball nicht weg. Der überaus wichtige dritte Treffer gelang
den Gästen indes nicht.
Zu Beginn des Schlussabschnitts brachten sich die Gürbetaler gleich selbst in
Schwierigkeiten, zuerst Tim Kaiser und dann Micha Steck wurden für je zwei Minuten in die
Kühlbox geschickt. Doch das Powerplay der Solothurner blieb erneut ohne Torerfolg. Als die
Skorpione wieder komplett waren, suchten sie sichtbar die Entscheidung. Es war wiederum
die zweite Linie, die für den Treffer verantwortlich zeichnete. Moritz Schär eroberte den Ball
in der Bandenrundung und passte hinter dem Tor hindurch aus Ruben Rüegsgger. Dieser
zog etwas weiter und passte auf Levi Steck, der sich unentdeckt in den Slot gemogelt hatte.
Gleich drei Grenchner Spieler griffen ihn nun an, konnten aber nicht verhindern, dass er den
Ball auf Moritz Schär weiterspielte, der inzwischen ungedeckt auf der «Back-Door-Position»
stand und den Ball bloss noch Backhand über die Linie schieben musste. 6:2 nach 37
Spielminuten, das war die Vorentscheidung. Die Wale waren jedoch noch nicht bereit, sich
geschlagen zu geben. In der 39. Spielminute ersetzte der Coach der Wale seinen Torhüter
durch einen weiteren Feldspieler. Die Skorpione blieben konzentriert, standen tief und
liessen sich nicht zu unüberlegten Angriffen auf die ballführenden Grenchner locken. Diese
blieben zwar meist in Ballbesitz, kamen aber kaum zu nennenswerten Torchancen. In der 42.
Spielminute fiel die endgültige Entscheidung. Jon Bucher eroberte den Ball und befreite
diesen über die rote Linie. Der Grenchner Spieler versuchte mit einem langen Pass, sofort
wieder die Zone der Gürbetaler zu öffnen. Dies gelang zwar, aber der Ball prallte seitwärts ab
und rollt quer zur blauen Linie. Levy Greven reagierte sofort, schnappte sich den Ball und lief
in die Zone der Wale. Dort legte er den Ball auf den mitlaufenden Micha Steck, der ihn zum
7:2 ins leere Tor einschoss. Bei diesem Resultat blieb es.
Am kommenden Sonntagvormittag kommt es um 10:30 zum entscheidenden dritten Spiel in
Grenchen. Es wird wieder ein ganz anderes Spiel, Passstafetten und Kombinationen wird
man weniger sehen, dafür mehr unberechenbare Bälle und Nachgestocher. Den Skorpionen
fehlen zudem Levy Greven und Moritz Schär, keine leichte Hypothek.
Christoph Curchod, 26.03.2026