U18 – Drei Punkte gegen den SHC Bettlach

Die Skorpione gewinnen gegen den am letzten Sonntag recht harmlosen SHC Bettlach verdient mit 7:3.

Nach einem vierwöchigen Unterbruch und einer Reise nach Prag setzten die Skorpione am
vergangenen Sonntag die Meisterschaft fort. Die Qualifikationsphase neigt sich nun rasch dem Ende
zu. Am Wochenende vom 21./22. März beginnen die Playoffs. Bis dann bestreiten die Gürbetaler
noch vier Spiele. Das erste davon fand am letzten Sonntag gegen den SHC Bettlach statt. Beim
Hinspiel im vergangenen Herbst hatten sich die Skorpione schwer getan und die Begegnung erst in
der Verlängerung gewinnen können. Die Belper waren also gewarnt und wollten die Solothurner
keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Auch stellte sich die Frage, ob die Teilnahme am Turnier
in Prag sich irgendwie auf den Auftritt der Belper auswirken würde.

Die Skorpione traten ohne die verhinderten Ruben Rüegsegger, Moritz Schär, Lino Weiss und Len
Reusser an. Luca Schmid, der am Freitagabend und am Samstagnachmittag zwei Spiele mit der
Nationalliga A bestritten hatte und entscheidend zum wichtigen Auswärtssieg in Bonstetten beitrug,
war für Notfälle auf der Bank, jedoch ohne Ausrüstung.

Endlich konnten die ungeliebten Winterbälle im Materialraum bleiben. Ein Hauch von Frühjahr lag
am letzten Sonntag über dem Belpmoos. Die Temperaturen waren angenehm, das Wetter schön und
der Zuschaueraufmarsch entsprechend gross. Da war es auch nicht sonderlich störend, dass die
Schiedsrichter aufgrund eines Missverständnisses verspätet eintrafen und die Partie erst um 14:30
beginnen konnte. Der Buvettenumsatz fiel entsprechend grösser aus.

Die Platzherren wollten nichts anbrennen lassen und gaben ab der ersten Sekunde die Pace vor. In
der vierten Spielminute gewann Micha Steck ein Offensivbully zurück auf Levy Greven. Dessen Schuss
wurde von einem Verteidiger abgelenkt und schien rechts am Tor vorbeizurollen. Micha Steck
reagiert am schnellsten und erzielte aus spitzem Winkel den Führungstreffer. Die Berner drückten
weiter. Allerdings führte ein kleiner Abstimmungsfehler beim Forechecking zum eher
überraschenden Ausgleich für die Gäste in der sechsten Spielminute. Simea Allemann kontrollierte
den Ball hinter der eigenen Torlinie. Mit einem perfekten Pass lancierte er Silvan Zuber, der auf Luan
Freiburghaus ziehen und trotz Intervention eines Belper Verteidigers den Ball zum 1:1 einschiessen
konnte. In der ersten Saisonhälfte hätte ein solch ärgerlicher Gegentreffer wohl noch dazu geführt,
dass die Berner den Fokus verloren hätten. Aber in diesem Frühling scheint einiges anders zu sein.
Die Belper steckten den Rückschlag weg und hielten den Druck auf die Gästeabwehr hoch. In der 11.
Spielminute wurden sie belohnt. Die Gürbetaler fingen einen Entlastungsangriff der Solothurner ab.
Tobias Zoss löste schnell auf Micha Steck aus. Dieser umlief einen Gegenspieler, öffnete die Zone und
legte den Ball auf den miteilenden Levy Greven hinüber, der Jorin Blaser unhaltbar zum 2:1 bezwang.
Eine gute Minute fiel bereits der nächste Treffer für die Platzherren. Micha Steck gewann ein
weiteres offensives Bully und schoss aus der Drehung. Der Ball strich am Tor vorbei und prallte von
der Bande zurück. Jon Bucher erfasste die Situation blitzschnell und schob die Kugel zum 3:1 ins Netz.
Mit dieser verdienten Führung gingen die Gürbetaler in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt begann mit einem Paukenschlag. Micha Steck gewann das Anspiel zurück auf
Niklas Bosshard. Der spielte einen schnellen Pass auf Levy Greven. Dieser zog ins Drittel der Gäste
und schoss aufs Tor. Blaser hielt und es kam zu einem weiteren Belper Offensiv-Bully. Micha Steck
gewann dieses Anspiel erneut und legte den Ball zurück auf Levy Greven. Dieser bezwang den
Bettlacher Schlussmann mit einem satten Handgelenkschuss zum 4:1. Gespielt waren zehn Sekunden
im Mittelabschnitt. In der Folge bleiben die Platzherren die optisch bessere Mannschaft, liessen aber
etwas in der Konzentration nach. Zwei kleine individuelle Fehler beim Herauslaufen nach einem
verlorenen Defensiv-Bully ermöglichten es Janis Roth in der 20. Spielminute und Janik Schwab in der
25. Spielminute auf 4:3 zu verkürzen. Das Spiel war resultatmässig plötzlich wieder eng geworden,
aber wirklich in Gefahr, die Partie zu verlieren, waren die Skorpione nicht. In der 28. Spielminute
musste Forian Erb für zwei Minuten auf der Strafbank platznehmen. Die Belper konnten zum ersten
Mal in dieser Partie in Überzahl agieren. Die Box der Gäste stand eng und blieb überraschend passiv.
In der 29. Spielminute tauschten Micha und Levi Steck an der Band die Position. Micha Steck ging
zurück an die blaue Linie und erhielt den Ball von seinem Bruder. Es folgten drei schnelle Pässe mit
Levy Greven und nach einem präzisen Direktschuss von letzterem zappelte der Ball zum 5:3 im Netz.

Im Schlussabschnitt folgte eine erste kleine Playoff-Simulation. Die Skorpione stellten auf zwei Linien
um und erhöhten den Druck. Der SHC Bettlach fing sich in der 32 Spielminute eine weitere Strafe ein.
Das Überzahlspiel der Belper war erneut effizient und zielführend. Tim Kaiser kontrollierte den Ball in
der Ecke. Vier Bettlacher schauten konzentriert auf ihn und übersahen Levi Steck, der von der blauen
Linie in Richtung weitere Torraum-Ecke lief. Es folgte ein perfekt getimter Querpass von Kaiser auf
Levi Steck. Doch der traf mit der Direktabnahme nur den Pfosten. Der Ball prallte ab, Micha Steck
reagierte am schnellsten und schoss den Ball backhand zum 6:3 in die Maschen. In der 34.
Spielminute wechselten beide Teams fliegend. Dabei ging Levy Greven an der offensiven blauen Linie
vergessen. Micha Steck bediente ihn mit einem langen Ball. Levey Greven zog in die Zone und liess
Blaser erneut keine Chance. Es stand 7:3 für die Belper. Dabei bliebe es. In den letzten Spielminuten
überstanden die Gürbetaler problemlos zwei kleine Strafen und kamen zu einem verdienten Sieg
gegen ein doch alles in allem überraschend schwaches Bettlach.

Die grosse Frage: Hat das Abenteuer in Prag die Spielweise der Belper beeinflusst. Nun, Bettlach war
an diesem warmen Nachmittag nicht unbedingt der Massstab um dies abschliessend beurteilen zu
können. Der Autor denke, bei einigen Spielern Dinge gesehen zu haben, die er vor Prag nie sah, aber
das kann auch Wunschdenken sein. Nächstes Wochenende ist spielfrei, bevor dann das
Doppelwochenende gegen Martigny und La Chaux-de-Fonds ansteht.

Was kann heute über die Playoffs gesagt werden? Noch wenig. Wir werden im Vierteilfinal auf
Grenchen, Bettlach oder Oberwil treffen. Aus eigener Kraft können wir uns nicht mehr vom fünften
Platz nach oben verbessern. Allerdings haben wir das einfachere Restprogramm als unsere direkten
Konkurrenten, d. h. Rang vier ist nicht unrealistisch. Theoretisch liegt sogar Platz drei drin. Aber
lassen wir die Spekulationen. Wir werden in den Vierteilfinals gegen den Gegner spielen, den wir
letzten Endes aufgrund der Schlusstabelle haben werden. Gewinnen können wir gegen alle.

Das nächste Spiel findet am Samstag, dem 7. März um 14:00 Uhr in Martigny statt, das nächste
Heimspiel am Sonntag, dem 8. März um 14:00 gegen den SHC La Chaux-de-Fonds. Bis es so weit ist,
werden einige der U18 Spieler die Nationalliga A unterstützen und dazu beitragen, dass es dem
Fanionteam für die Playoffs-Qualifikation reicht. Dies wird sowohl am nächsten Freitag, dem 27.
Februar um 20:00 Uhr in Gals der Fall sein als auch eine Woche später am Freitag, dem 6. März um
20:00 Uhr in Belp.
Christoph Curchod, 25.02.2026

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